Holocaust-Gedenktag: Die Forderungen von Salo Muller und die Verantwortung der Deutschen Bahn
Kranzniederlegung im Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus und Film über Salo Mullers Entschädigungsforderungen.

Liebe St. Pauli-Fans, liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
wir laden Euch herzlich ein, mit uns den internationalen Holocaust-Gedenktag am 27.01.2026 zu begehen. Um 18 Uhr findet eine Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung an der Erinnerungstafel für im Nationalsozialismus verfolgte Mitglieder des FC St. Pauli auf dem Harald-Stender-Platz statt.
Damit Gedenken nicht zum inhaltsleeren Ritual wird, erwächst daraus auch Verantwortung: Nicht nur, die Zukunft besser zu gestalten, sondern auch und zuerst die verbleibenden Überlebenden der NS-Verbrechen zu entschädigen.
Darum wird es um 18:30 bei einer Veranstaltung im Ballsaal der Haupttribüne gehen:
Salo Mullers Familie wurde aus den Niederlanden nach Auschwitz deportiert. Bis heute weigert sich die Deutsche Bahn, die Opfer der Deportationen zu entschädigen, nicht einmal die Fahrpreise hat sie erstattet! Muller, der früher Physiotherapeut bei Ajax Amsterdam war und großer Fan des Vereins ist, setzt sich seit Jahren für Entschädigungen ein, wird von der Deutschen Bahn aber völlig ignoriert.
In einem Film geht es um Mullers Kampf für Entschädigungen, seine Liebe zum Fußball und auch um seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben heute – und um Bedrohungen nach dem 07. Oktober 2023.
Für die Veranstaltung haben wir den Filmemacher Joris Postema aus den Niederlanden zu Gast. Außerdem werden Vertreter*innen des AK Distomo und sein Anwalt Martin Klingner berichten, wie sie Salo Muller unterstützen.
Wir freuen uns, wenn ihr zahlreich zur Gedenkveranstaltung und zum Film kommt!
Statt Kränzen freuen wir uns über Spenden an den AK Distomo:
Martin Klingner
Sparda Bank
IBAN: DE75 2069 0500 0001 0195 38
BIC: GENODEF1S11
Stichwort: Spende an AK-Distomo